2012
Aug 
9

Entweder.Oder. My speech @ DOCKVILLE Kunstkamp

Filed under: Allgemein,Personal Notes,Queer Politics — ocean @ 17:52  

Erstmal möchte ich natürlich warnen: ich bin kein Kunstwissenschaftler, der mit intellektuellen Begriffen auf höchster Ebene jonglieren wird. Ich habe zwar 2 Jahren lang Philosophie und Linguistik studiert, ich habe jedoch keine fundierte Kenntnisse im Kunstbereich. Ich BIN ein Künstler und mache Kunst (wenn man das so sagen/nennen kann). Nun könnte ich ad absurdum das Thema “Kategorien in der Kunst?” behandeln und auf die Schwierigkeit hinweisen, zu definieren, was überhaupt Kunst ausmacht. Das als erste Kategorie: um als Kunst anerkannt zu sein, muß man schon sich in die Klassifikation erarbeiten! Hier könnte man schnell auch in die Debatte verfallen: bleibt Kunst an sich eine hermetische Kategorie, wo nur auserwählten/initierten/kultivierten Zugang haben, oder hat es nur mit ästhetischen Spaß zu tun, eigenen Geschmack und subjektives Einschätzungsvermögen, was universell ist?

Ich könnte auch auf die von Hegel definierten Kategorien hinweisen, die sich mit den Jahren weiter erweitert haben (von den 6 ursprünglichen Kategorien über der 7. -cinema – bis hin zum 10. mit digital). Ich könnte sogar auf die Klassifikation von Francis Parent (abstrakt, figurativ, spirituell etc) erweitern! Und dann hätte wir eine richtig langweilige Rede. Der neulich verstorbene Chris Walker ist das beste Beispiel dafür: unkategorisierbar. Auch meine Arbeit ist nicht kategorisierbar. Weder bin ich ein Sänger, noch ein Tanzer, weder ein Filmemacher noch ein Tanzer, aber ich berühre alle diese Genres (was auch mit meinem nicht kategorisiert-werden-wollen- Einsatz zu tun haben könnte).

Gerade Kunst soll die Kategorien an sich transzendieren. Kunst an sich als höchstes Freiheitswesen, der allen Grenzen sprengt, weil Horizonten eröffnet, Imagination fördert, Träume über die Realität hinaus zeichnet. Im Sinne von Kant: nicht mal Homère könnte berichten, was sein ganzer Werk zum Ausdruck bringt.Kunst kann sein/existieren als solche, ohne unter besonderen kulturellen Normen oder Regeln eingeordnet oder verstanden zu werden. Dafür sollte Kunst als Frucht seines “Schaffer”/des Künstlers, und ganz ausgeliefert zur Schätzung des Betrachters existieren, also als Brücke, als Einladung, also nicht als Entweder oder sonders als und. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.

Ich möchte auch nicht weniger vom Leben haben. Mir ist es bewußt, in dem ungemeinen Luxus zu leben, wählen zu dürfen, hier, lebend in Berlin, und sicherlich!! auch in meiner privilegierter Position als weiße, gebildete Person. Was für eine bequeme Position! Auch wenn das Erleben des “Zwischen der Stühle sitzen” alles andere als bequem ist – sei es zwischen der Staatsangehörigkeiten, der sozialen und kulturellen Kreisen, zwischen Subkultur und kommerziellem Erfolg, zwischen Gender, Städte, zwischen privat und öffentlich! Und es ist noch nicht mal so, daß “dazwischen” zwischen zwei Pole heißt, denn was ist schon linear und hat zwei Enden? Hier möchte ich zu einem Artikel von Katrin Triebswetter im Magazin “fiber. werkstoff für feminismus und popkultur” weiterleiten: http://www.oceanleroy.biz/blog/2010/01/zwischen-den-stuhlen-der-strand/

Aber diese Position habe ich ja ausgewählt. Die strengt mich an und gibt mir eine Spannung, bis ich meine Grenzen spüre, Grenzen die ich eigentlich nie finden möchte. Das nenne ich Freiheit, und die Kunst zu leben – oder überleben.

2012
Jul 
26

Entweder. Oder. Show @ DOCKVILLE in Hamburg 03.-04.08.

Filed under: Allgemein — ocean @ 20:41  

Bis zum 5. August 2012 leben, arbeiten und interagieren über 50 KünstlerInnen aus der ganzen Welt gemeinsam auf dem Festivalgelände in Hamburg-Wilhelmsburg. Zu »Entweder. Oder.« wurden sowohl installative Arbeiten kuratiert, an deren Entwicklung die Besucher sich beteiligen können, als auch ein örtlich eher flüchtiges Kunst- und Musik-Programm zusammen gestellt. Alle Kunstwerke spiegeln die Ideen des Kategoriesetzens und –auflösens in verschiedenen Nuancen wider. Kategorien sind Denkhilfen, lassen uns aber manchmal auch in Schubladen denken. Das MS DOCKVILLE Kunstcamp benennt diese Schubladen, öffnet sie, stöbert in ihnen und bringt Unerwartetes ans Tageslicht.
Dieses Jahr besteht das Kunstcamp-Programm in seiner Gesamtheit aus Gesprächen, Workshops, Spaziergängen, einem Symposium zum Meta-Thema Entweder.Oder., Performances und Konzerten sowie den beiden großen Parties Butterland Open-Air und Vogelball. Das Butterland Open-Air lockt alle Freilufttänzer am 29. Juli 2012 an einen liebevoll gestalteten Bühnenort zum MS Dockville Kunstcamp und verwöhnt sie mit einem exquisiten Line-Up. Neben Érobique stehen DJ-Größen wie Move D, Smallpeople, AKAAK, Tilman Tausendfreund und Psychedelic Artwork auf dem Programm. Mit dem Vogelball am Samstag, 4. August 2012, etabliert das Kunstcamp nunmehr im zweiten Jahr einen queeren Maskenball, bei dem sich die Lust auf einen Wechsel zwischen den Welten – seinen diese musikalisch, geschlechtlich oder styltechnisch – auf unterschiedlichen Ebenen widerspiegelt. Im Kunstcamp-Veranstaltungsort Nest schlüpfen dieses Jahr, präsentiert vom Missy Magazin und Hugs and Kisses, bereits um 16:00 Uhr die ersten, frühen Vogelball Programmküken.
Check it out Dears! And see you there.

2012
Feb 
16

it’s just porn, mommy!

Filed under: Films — Schlagwörter:, , , — ocean @ 18:37  

I guess this close up on my belt makes clear what it is all about! The first Lesbian-Trans* Porn Comedy with all a great mix of Berlin, Paris and West Coast porn stars is in the movie theaters from March 8th! Couldn’t be a better date, right? At any case: test your limits and see for yourself if you make it until the end.. ;-) watch the trailer on http://mommyiscoming.com/

2011
Dec 
7

Shooting for [dos santos]

Filed under: Uncategorized — Schlagwörter:, , , , — ocean @ 17:11  

I was very proud to wear the outfits of the leather brand of the year [dos santos] for their last photo shooting! it was a pleasure to work with Marcel Steger.

Océan for [dos santos]

2011
Oct 
16

3D Tears

Filed under: Films — Schlagwörter:, , — ocean @ 11:53  

I think this was the smallest studio I had to act in, and certainly the biggest camera I ever saw – with multi-lenses directed on my eyes, and a crew waiting for me to cry on demand. The idea is so simple, so pure and so true: men so rarely cry in front of a camera, that the talented director Giuseppe Vaccaro  invited 13 actors, all men, to cry. And that in 3D… rebellious hair have all been waxed, shadows erased, so that the pure taers could explose the screen… A touching project – noone left that set without any tears – challenging each of us, to give an authentic insight into what pure emotion is.

2011
Oct 
8

Mommy goes Berlinale

Filed under: Films — Schlagwörter:, , , , — ocean @ 22:35  

This is official! Mommy is coming, the latest Film of Cheryl Dunye, is to premiere next February 9-19th at the A Film festival in Berlin! Yay!!!

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2011
Sep 
18

Ice Bar melting in Oslo

Filed under: Shows — Schlagwörter:, , , , — ocean @ 14:00  

Well, I must say – perform in an ice bar was quite an experience that could actually beat the previous record (a church in Sao Paulo..) At -5°C I was quite happy that I could perform in the very next room. Otherwise for sure everything would have been melting!

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2011
Jun 
30

Balance

Filed under: Shows — Schlagwörter:, , , , , — ocean @ 16:02  

Well, I really did not want to sing Femme like you in Berlin, as I conceived this performance 6 years ago – and Diane who invited us to participate to her Book release Party knew this one as we met at the King Village in Rome in 2008. But as I am parallely shooting a new film in which we needed the images, I eventually perfomed it just before my lastest performance. Balance ;-)

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2011
Jun 
19

TLVFEST

After a week of screenings, my Jury in charge of the Feature Films gives the prizes to Man at Bath (Christophe Honoré) and Madame X (Lucky Kuswandi).

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2011
Jun 
6

TransScreen 2011

Lying down on the warm metal plates along the river just in front of the club where we perform on that night, I cool down with Geo Wyeth, my artist fellow from the States. I am amazed he knows the work of Gainsbourg so well and we sing the first notes of l’hôtel particulier together. Nice moment between screenings, long rehearsals and the excitement of the audience.

credits Océan le Roy

TransScreen Amsterdam Film Festival 2011